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Samstag, 9. November 2013, 12:09

Atemkontrolle und Würgespiele

Atemkontrolle (auch Asphyxiophilie, engl. breath control ) ist eine Sexualpraktik aus dem Bereich des BDSM. Hierbei wird die Atmung des Bottom entweder erschwert oder für kurze Zeiträume gänzlich unterbunden(Die bethonung lieg ganz besonders auf KURZ!!! wir reden hierbei von wenigen Sekunden!). Diese Praktik zählt zu den gefährlichsten und extremsten Praktiken des BDSM. Ob sie noch im Bereich des SSC-Konzepts (safe, sane, consensual) liegt, ist innerhalb der Subkultur umstritten.Ich für meinen Teil zähle sie zum RACK

Mit Hilfe der Atmung lassen sich verschiedene Reaktionen erzeugen,z.b hilft ruhiges und tiefes Ein- und Ausatmen bei der Bekämpfung von Panik und Übelkeit. Eingeschränkte Atmung und dadurch eine Unterversorgung mit Sauerstoff erhöht den Kohlendioxidgehalt des Blutes, während die Ausschüttung von Adrenalin angeregt wird.Was mit unter auch der Sinn dabei ist betrachtet man es rein aus dem Körperlichen Aspekt.

Technisch kann die Atemkontrolle durch Verschließen der Atemwege durch Zuhalten von Mund und Nase ohne weitere Hilfsmittel erfolgen. Alltagsgegenstände wie Plastiktüten, angefeuchtete Stoffe oder Fensterleder sind ebenso möglich wie professionelles Equipment aus dem BDSM-Bereich z. B. Gas- oder Latexmasken(aus Sicherheitsgründen ganz klar eher die Masken zu empfehlen oder noch besser mit den Händen arbeiten einfach weil man dabei am schnellsten und besten reagieren kann). Eine weitere Möglichkeit, die Atmung einzuschränken, besteht darin, die Bewegungsmöglichkeit des Oberkörpers einzuschränken und damit die Atemtiefe zu reduzieren. Geschehen kann dies zb durch ein Korsett, eine Brustbondage oder durch bestimmte Positionen. Eine weitere Methode besteht darin, den liegenden und fixierten Bottom teilweise oder ganz durch das Eigengewicht des Top zu belasten, indem er sich auf den Oberkörper des fixierten Bottoms setzt oder legt.
Das Untertauchen in Wasser ist eine weitere Variante dabei muss beachtet werden, dass der Bottom zusätzlich durch das Einatmen von Wasser gesundheitliche Schäden erleiden kann,die auch zum Tod führen kann. Eine weitere riskante Möglichkeit ist auch das Würgen, Hängen oder Drosseln. Dabei ist neben der Gefährdung des Bottom durch die Atemkontrolle auch die Blutzufuhr zum Gehirn eingeschränkt, und es kann ein Karotissinusreflex(das ist im weitesten Sinne ein starker abfall des Blutdruckes der auch bis hin zur ohnmacht oder Herzstillstand führen kann Es ist ein schutzmechanismus des körpers und kann auch künstlich erzeugt werden schwache ausprägungen davon findet man auch ständig im Altag) ausgelöst werden. ZB bei Würgespiel.

Beim Ohnmachtsspiel oder Würgespiel wird absichtlich eine Ohnmacht herbeigeführt. Das Aufwachen kann mit einem euphorischen Gefühl verbunden sein. Möglich sind verschiedene Verfahren, zum Beispiel Hyperventilation, Strangulation, Atmen gegen Widerstand oder Abdrücken der Halsschlagader. In der Jugendsprache sind zahlreiche weitere Bezeichnungen (Halstuchspiel, Tomatenspiel) bekannt.

Es handelt sich dabei um ein berauschendes Verfahren ohne rauscherzeugende Substanz. Vor allem Jugendliche suchen auf diese Weise Erfahrung in ungewöhnlichen Bewusstseinszuständen. Die autoerotische Selbststrangulation, die zur Steigerung des sexuellen Empfindens führen soll (vgl. Atemkontrolle), wird im Allgemeinen nicht zum Ohnmachtsspiel gezählt und vor allem von Erwachsenen praktiziert.
Die durch geringen Partialdruck des CO2 im Blut verursachte Asphyxie(verlangsamung des Pulses b bis Pulslosigkeit athemreduktion bis stillstand) kann bleibende Hirnschäden verursachen. Insbesondere die gefährliche Strangulationsmethode hat unter anderem in den Vereinigten Staaten (Choking Game) und in Frankreich (Jeu du foulard, frz. für „Halstuchspiel“) zu Todesfällen geführt.

Im südfranzösischen Ort Manosque soll die Praktik bereits seit Anfang des 20. Jahrhunderts vielfach angewendet worden sein. Der aus diesem Ort stammende Schriftsteller Jean Giono hat die Methode in seiner 1948 entstandenen Novelle Faust au village beschrieben. In England soll das Spiel ebenfalls schon kurz nach dem Zweiten Weltkrieg verbreitet gewesen sein

Eine Auswertung von Medienberichten durch die U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC) identifizierte 82 mit dem Spiel in Zusammenhang stehende Todesfälle von amerikanischen Jugendlichen zwischen 6 und 19 Jahren im Zeitraum 1995 bis 2007. Der erste durch die Medien aufgegriffene Todesfall in Deutschland ereignete sich am 5. Dezember 2009 in Falkensee. Es sollen aber bereits zuvor mehrere Todesfälle in Deutschland vorgekommen sein. Auch Michael Hutchence, Sänger der australischen Rockband INXS, soll auf diese Weise ums Leben gekommen sein


Unerlässlich im Zusammenhang mit solchen extrem gefährlichen Praktiken sind entsprechende Kenntnisse der zugrunde liegenden anatomischen und physiologischen Gegebenheiten, aber auch der möglichen psychologischen Reaktionen, zb Panikattacken. Ein weiterer wesentlicher Punkt ist die Einhaltung einiger Sicherheitsvorgaben, z. B. sollte der aktive Partner sich vor der Atemkontrolle über den Zustand des Bottom unterrichten, atemwegsverändernde Erkrankungen wie Asthma oder eine COPD(Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (englisch chronic obstructive pulmonary disease, Abkürzung: COPD) sollten abgeklärt werden(und in dem Fall fals vorhanden garnicht erst Praktiziert werden), Telefonnummern für den Notfall, Maßnahmen der Ersten Hilfe etc. sollten ihm geläufig sein. Der Bottom muss in der Lage sein, eine zutreffende Selbsteinschätzung abzugeben und auch eventuell bekannte zu erwartende psychische Reaktionen mit seinem Top besprechen.
Unter Sicherheitsaspekten ist Self-Bondage im Zusammenhang mit Atemkontrolle extrem problematisch und hoch gefährlich denn dabei wird eine der wesentlichen Grundregeln des Bondage und der Atemkontrolle, die Person niemals alleine lassen“, von vornherein verletzt. Der Wunsch, den Orgasmus durch den Sauerstoffmangel zu verstärken, hat in der Vergangenheit immer wieder zu Todesfällen und schweren Verletzungen geführt.

Für die Leute die meinen es dennoch unbedingt ausprobieren zu müssen ob auch Leichtsinn Übermut oder weil sie es sich trotzdem zutrauen. Macht das ganze mit der Hand sprich würgen/drosseln auf kurze Zeit. Ich habe diese Spiele oft genug gemacht in allerlei Ausführungen um sagen zu können es ist zu einem die Verhältnismässig sicherste Methode. Man kann es am leichteste kontrollieren kann ein Gefühlt dafür bekommt und dem Partner dabei auch am besten einschätzen und zum anderen reicht es auch völlig aus um dem gewünschten Effekt zu erzielen. Die Vorkenntnisse und Sicherheitsregeln sind selbstverständlich dennoch zu beachten!
Um das ganze auch nochmal auf den Punkt zu bringen wenn etwas schiefgeht egal aus welchem Grund und auch egal wie sehr ihr euch absichert ihr steht damit schon quasie im Knast grade als Aktiver Part seid ihr verantwortlich für das Wohlergehen des Passiven sowohl in psychischer als physischer Hinsicht, dass wird auch jedes Gericht so sehen.

2

Samstag, 9. November 2013, 12:30

..............sehr gefährlich,muss ich nicht haben,aber interessant zu lesen :thumbup:

3

Samstag, 9. November 2013, 15:00

Wieder einmal sehr interessant lieber Dr.med.sad. Aurion :D

Yuki Cross

unregistriert

4

Samstag, 9. November 2013, 15:01

Interessant zu lesen, aber meins ist es nicht.. Würgen ist mir einfach viel zu krass und zu gewaltvoll.. :thumbdown:

5

Samstag, 9. November 2013, 15:05

ich sollte einmal eine frau würgen... ich mein spielerisch war ja für mich in ordnung aber die wollte das ich da richtig zupack ... irgendwie fand ichs doch bissl zu heftig als da wirklich gefallen dran zu finden

6

Samstag, 9. November 2013, 19:40

mir viel zu heftig….

da fehlt mir jeglicher Bezug zum spass haben….

aber…

jeder wie er mag….

interessant auf jeden fall

mordor

ist nicht lieb & nett

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Wohnort: in the middle of nowhere

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7

Sonntag, 10. November 2013, 12:31

Sehr gefährlich, sehr extrem.

Der aktive Part muss seine Sinne schon beieinander haben um nicht aus Versehen oder (noch schlimmer) Unwissenheit überzureagieren...

Hab es schon ein paar mal miterlebt, fand es nicht sehr antörnend anzusehen, besonders wenn Frau dann auch noch hustet, nach Luft schnappt würgt und sabbert.

Also, mein Ding ist es nicht, aber die Vielfalt all der Praktiken ist doch das Wichtigste.



Aber wie immer toll recherchiert und ausführlich beschrieben von Dr. sad. Aurion :thumbup:
( Alter schützt vor Torheit nicht :whistling: )

8

Samstag, 8. März 2014, 18:44

Das ist natürlich ein gefährliches Spiel aber es ist für mich gibt es den ultimativen Kick als passiver Part in einem solchen Spiel. Das Vertrauen zum aktiven Partner muss natürlich groß sein, wenn das gegeben ist ist es einfach unbeschreiblich schön sich einfach fallen lassen zu können. :love:

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